Donnerstag, 29. August 2024

Hohe Tatra 2024 

Die Hohe Tatra (polnisch Tatry Wysokie, slowakisch Vysoké Tatry) ist ein Teilgebirge der Tatra. Sie ist der höchste Teil der Karpaten und gehört zu zwei Dritteln zur Slowakei und zu einem Drittel zu Polen. In beiden Ländern steht sie jeweils als Teil eines Nationalparks unter besonderem Schutz, gleichzeitig ist sie Biosphärenreservat der UNESCO. Auf slowakischer Seite gehört die Hohe Tatra überwiegend zur Zips, lediglich der äußerste Südwesten zur Liptau. Seit 1999 sind die slowakischen Tatraorte an der Südseite der Hohen Tatra, wie schon zwischen 1947 und 1960, als Stadt unter dem slowakischen Namen der Hohen Tatra Vysoké Tatry zusammengefasst. 

Nun heißt es wieder "back to the road", denn es ging noch ein zweites Mal in diesem Jahr auf Mopped-Tour.

Vom  30.08 - 12.09.2024 machte ich mich noch einmal auf den Weg. Diesmal wieder mit meinem Reisekumpel Lars und Martin, unserem Vlogger aus Wien (A). 

Unser Ziel die "Hohe Tatra" in der Slowakei


Allerdings ist das nicht ganz unser Endziel gewesen, denn die Route führte uns durch Tschechien, Österreich, bis nach Italien und dann ging es zurück über Slowenien, Slowakei durch die Hohe Tatra, Polen, nach Deutschland...

Nun aber erst einmal wieder der Reihe nach....

Tag 1von14, Freitag, 30.Aug - Berlin (D) – Pilsen (CZ)

Heutige Fahrstrecke: 440km / reine Fahrzeit: 07:30h 

Bei noch angenehmen 24°C, machten wir uns um 9h in Schönefeld auf den Weg. Wir das waren mein langjähriger Tourengefährte Lars und meine Wenigkeit. Die Betonung lag auf noch angenehmen 24°C, denn der Wetterbericht sagte uns den ganzen Tag Sonne und Hitze voraus.

Wie immer mieden wir Autobahnen, sondern bevorzugten lieber Landstraßen und Schleichwege. Daran hielten wir auch heute fest und so konnten wir schon eine kurvige Strecke bis zu unserem 1.Etappenziel Pilsen genießen, um schon mal die Geschmeidigkeit unserer Hüfte zu testen, die auf jeden Fall auf dieser Reise noch des Öfteren benötigt wird.

Info: Pilsen ist eine Stadt im Westen der Tschechischen Republik. Sie ist für die Pilsner Urquell Brauerei bekannt, die seit 1842 auf untergäriges Bier spezialisiert ist und über mehrere Brauereikeller und eine Abfüllanlage verfügt. Die Große Synagoge aus dem 19. Jahrhundert, in der auch Konzerte stattfinden, befindet sich im Altstadtkern, der von Parks umgeben ist. Die im 16. Jahrhundert fertiggestellte St.-Bartholomäus-Kathedrale besitzt Renaissance-Gemälde und einen hohen Turm mit einer Aussichtsgalerie.

Auf unserer Strecke machten wir u.a. einen Zwischenstopp bei der Klosterruine "Heilig Kreuz" nahe Meißen und auch wieder bei dem HD-Dealer in Pilsen/CZ. Wofür, das brauche ich hier wohl nicht mehr erläutern. 
Die Stadt Pilsen, sowie auch unsere 1.Etappen-Unterkunft erreichten wir nach ca. 440km, bei 34°C, da war erst einmal eine kalte Dusche angesagt, bevor es zum gemütlichen Abendprogramm überging: Einheimische Küche & einheimisches Bier...

Unterkunft: Hotel Pod Kokšínem, Hořehledy 35, Spálené Poříčí, 335 61, CZ  

na dann bis morgen, gut's Nächtle 







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Tag 2von14, Samstag, 31.Aug - Pilsen (CZ) – St. Johann (A)  

Heutige Fahrstrecke: 360km / reine Fahrzeit: 06:00h

Es ging heute weiter zum nächsten Etappenziel St. Johann in Tirol (A)Um 9:30h machten wir uns in Pilsen auf den Weg.  
Der erste Turn durch Tschechien war wieder sehr kurvenreich und wir durften auch die ersten Spitzkehren genießen. Das Richtige um in den Hüften geschmeidig zu werden. 

Über Bayr. Eisenstein hatten wir dann die Grenze zu Deutschland überquert.  Von hier an ging es etwas gemütlicher in 3/4 Takt Kurven weiter, allerdings bei 34°C wurden dann irgendwann auch diese geschmeidigen Kurven für mich zur Tortur (Ich bin nicht so der Freund von heißen Mopped-Touren) und so kamen mir die Fotostopps am Chiemsee sehr gelegen, denn hier wehte eine leichte kühle Brise.

👆 am Chiemsee ☝️

Danach ging es weiter zur Grenzüberschreitung nach Österreich und zu unserer nächsten Unterkunft "Hochfeldalm". 
Ja der Name sagt schon alles aus, die 4km Anfahrt zur Unterkunft hatten es schon in sich. Eine Serpentine mit vielen Spitzkehren und nach insgesamt ca. 360km hatten wir unser 2.Etappenziel erreicht.

Info: St. Johann in Tirol, ist eine Marktgemeinde mit 9891 Einwohnern im österreichischen Bundesland Tirol im Bezirk Kitzbühel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Die Unterkunft hatte sich alleine der Auffahrt und der Zimmeraussicht wegen schon gelohnt. Abends gab es dann wieder das übliche Ritual: Ankommensbier & einheimische Küche... 




Den Tag ließen wir mit einem herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang ausklingen.

Unterkunft: Hotel Hochfeldalm, Berglehen 45, 6380 Sankt Johann in Tirol, (A)  




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Tag 3von14, Sonntag, 01.Sep - St. Johann in Tirol (A) – Follina (It)

Heutige Fahrstrecke: 290km / reine Fahrzeit: 04:50h  

Der Tag begann erst einmal mit einer traumhaften Zimmeraussicht. Danach wurde gefrühstückt und im Anschluss gab es dann noch ein Gruppenfoto von uns Drei. Ja seit gestern Abend sind wir nun zu dritt, da sich der Martin aus Wien uns angeschlossen hat. Martin hatte uns auch schon letztes Jahr ein Stück auf unser Kroatien-Etappe begleitet und diesmal fährt er bis Harrachov mit uns mit.
Wir starteten bei angenehmen kühlen 20°C, unser Ziel war heute Italien. 



Auf unserer Route ging es zum Hintersee (Fotostopp), wo uns doch glatt die Steinböcke vors Rad liefen. Weiter ging es über Kitzbühel und durch den Felbertauerntunnel, bis zur italienischen Grenze.

👆 Felbertauerntunnel ☝️

Info: Der Felbertauerntunnel ist ein Scheiteltunnel der Felbertauern Straße durch den Felber Tauern der Hohen Tauern, der das Bundesland Salzburg mit Osttirol wintersicher verbindet.

Ab hier ging es über den "Passo Monte Croce". Bei erneuten 34°C ging es weiter zum "Passo S-Antoni, vorbei am "Lago d Santa Catarina" mit seinem türkisfarbenen Wasser.  

                              👆 Grenze zu Bella Italia☝️    👆 "Passo S-Antoni☝️                                       👆 Lago d Santa Catarina ☝️




Info: "Passo Monte Croce", der Kreuzbergpass ist ein in der Nähe von Sexten gelegener Alpenpass zwischen Südtirol und Venetien. Er verbindet das Sextental mit dem Cadore, hat eine Höhe von 1636 m und bildet die Wasserscheide zwischen dem Sextner Bach und dem Padola. Im Osten wird er vom Karnischen Hauptkamm überragt.

Info: Der Passo San Antonio (1489 m) liegt südlich der Karnischen Alpen südöstlich des Kreuzbergpasses an der italienischen Bundesstraße ss532. Tal-Orte sind Pàdola im Val Pàdola im Norden und Sta. Caterina im Süden. Die Streckenlänge beträgt 17 km, zu bewältigender Höhenunterschied 614 m. Wintersperre von November bis März. Der Pass ist nur schwach frequentiert und daher nicht in allen Straßenkarten zu finden. 
                 👆 Lago d Santa Catarina ☝️                                                  👆 "Passo Monte Croce", der Kreuzbergpass ☝️

Info: Der Lago di Auronzo, auch Santa-Caterina-See genannt, ist ein künstlicher See in der Nähe der Gemeinde Auronzo di Cadore in den Dolomiten der Provinz Belluno.

Natürlich mussten wir überall einen Fotostopp einlegen.

Von hier aus ging es dann weiter zu unserem heutigen Höhepunkt: Der "Passo San Boldo"... 
👆 Der Passo San Boldo ☝️
👆 Die Tunnelfahrten im Passo San Boldo ☝️



Info: Der Passo San Boldo ist ein kleiner Alpenpass in der italienischen Region Venetien zwischen den Orten Trichiana und Tóvena über eine Entfernung von 17 km. Der Pass liegt am südlichen Alpenrand und verbindet das Val Belluna mit dem Val Mareno über eine Höhe von 706 m s.l.m.
Dieser ist nur einspurig befahrbar und der Verkehr wird durch mehrere Ampeln geregelt. Sehenswert ist hierbei die einzigartige kühne Trassenführung der nahezu senkrechten Felswände abgeschlossenen Sacktal. Nur durch fünf in den Felsen gesprengte enge Kehrtunnel und über sechs Brückenbauwerke, kann die Passhöhe erreicht werden. 

👆 Die Tunnelfahrten im Passo San Boldo ☝️


 
Es war einfach der Hammer dort durchzufahren.... 😁
Abends gab es dann wieder das übliche Ritual: Ankommensbier & einheimische Küche... 

Unterkunft: Agriturismo Memento, Via Altariol 12, 31051 Follina, (I) 



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Tag 4von14, Montag, 02.Sep - Follina (I) – Kranjska Gora (Slo)

Heutige Fahrstrecke: 230km / reine Fahrzeit: 04:00h  

Der Tag begann heute mit einem "üppigen" Frühstück, naja unser Frühstück hatten wir uns jedenfalls anders vorgestellt, aber egal.
 
Dann sollte es heute weiter nach Slowenien gehen. Auf unserer sehr kurvenreichen Strecke erwarteten uns noch zwei Pässe mit aussichtsreichen Kehren. 

Aber erst einmal ging es noch einmal zum San Boldo Pass. Nachdem wir gestern so begeistern waren von der Kehrenfahrt im Tunnel, hatten wir gestern Abend spontan beschlossen, diesen Pass noch einmal bzw. zweimal (denn wir mussten ja wieder zurück zu unser geplanten Route) zufahren.

Danach ging es dann bei 35°C weiter, bis zur italienischen/slowenischen Grenze über den Passo Tanamea

Info: Der Passo di Tanamea (870 m), ist zusammen mit der Sella Carnizza die nächste anschließende Verbindung zwischen Italien und Slowenien südlich des bekannteren Passo del Predil.
Der Pass liegt vollständig auf italienischem Gebiet. Von Slowenien kommend ist zunächst der Vorpass Sedlo Ucja zu bezwingen. Diese Straße teilt sich dann nach einer kleinen Abfahrt kurz nach dem tiefsten Punkt und gleichzeitigem Grenzübergang nach Nordwesten über die Sella Carnizza oder eben nach Südwesten über den Passo di Tanamea. Der Pass ist eine Hauptverbindung und entsprechend als zweispurige Straße mit hervorragendem Belag ausgebaut, mit etwas ähnlichem wie nennenswertem Verkehr ist aber keinesfalls zu rechnen.

Es war eine echt geile Strecke, wenn nur nicht diese verdammte Hitze wäre, mit der ich echte Probleme hatte. dann gab es einen Moment, wo mein Pulsschlag in die Höhe getrieben wurden u.z. als Google sagte biegen sie rechts ab und wir in einen schmalen kiesüberstreuten Waldweg (SP61) geraten. Kurze Absprache unter uns und dann naja die 1,5km kann es ja nicht so schlimm werden!!! Aber es wurde noch viel schlimmer!!
😳1,5km mit dem Dickschiff auf der OffRoad-Strecke😟


Mag es für Lars & Martin, mit ihren Straßen-Enduros noch halbwegs erträglich gewesen sein, aber ich hatte auf dem abschüssigen, kurvenreichen & schmalen Waldweg, mit Grobkies arge Probleme, meinem 400kg Dickschiff in der Spur zu halten. Als dann auch noch in den Kurven, hochstehende Ablaufrinnen den Weg kreuzten und ich mal kurz mit dem Unterrahmen aufsetzte, schoss mein Adrenalinpegel so richtig in die Höhe.

Aber nun gut, auch das ist überstanden und es ging auf normalen Bergstraßen weiter. An der Grenze zu Slowenien hatte es zuvor gewittert und damit sind die Temperaturen von heißen 35°C auf angenehmen 23°C abgefallen und so konnten wir den letzten Pass, den Vršičpass genießen.

Info: Der Vršičpass (1611m Wintersperre Ende Oktober bis Anfang Mai), ist der höchste für den allgemeinen Kraftverkehr befahrbare Gebirgspass Sloweniens und stellt die Verbindung zwischen Kranjska Gora und dem Dorf Trenta im Soča-Tal her. Der Pass bildet die Wasserscheide für Soča und Save und damit zwischen dem Schwarzen und dem Adriatischen Meer.

👆 Der Vršičpass, mit seinen gepflasterten Spitzkehren👆

Naja ganz genießen konnten wir nur die Bergfahrt, bei der Talfahrt wurden wir mächtig ausgebremst, denn jede Spitzkehre war mit Kopfsteinpflaster gepflastert und man musste ständig mit freilaufenden Schafen rechnen 😳😳
👆 ...auch mit Schafen musste man am Vršičpass, jederzeit, rechnen 😳

Aber auch das hatten wir gemeistert und so erreichten wir unser 4tes Etappenziel: Kranjska Gora, wo wir für die nächsten 3 Nächte bleiben werden.

Abends gab es dann wieder das übliche Ritual: Ankommensbier & einheimische Küche... 


UnterkunftRooms Barovc by the Lake Jasna, Naselje Ivana Krivca 22, 4280 Kranjska Gora, Slowenien 


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Tag 5von14, Dienstag, 03.Sep - Rundtour zum Mangart Sattel

Heutige Fahrstrecke: 110km / reine Fahrzeit: 02:30h  

Wie ja schon erwähnt, sind wir heute immer noch in Kranjska Gora. 
Wir gingen heute mal alles etwas ruhiger an. Erst einmal ein wenig ausschlafen und danach machten wir uns auf eine kleine Rundtour zum Mangart Sattel.
 
Dabei hatten wir wieder zweimal die Grenze überquert.

Als erstes ging es rüber nach Italien, um über den Passo Predil zu fahren und von da aus ging es dann wieder zurück nach Slowenien.  

Info: Passo del Predil, Predilpass (1156m), ist einen Pass, der sich in den Julischen Alpen zwischen den Bergmassiven des Mangart (2677 m) und des Kanin (2571 m) befindet, die wie auch der Pass die Grenze zwischen Slowenien und Italien bilden. Ausgangsorte für den Pass sind Cave del Predil (Rabil) in Italien und Bovec in Slowenien.
Der Pass lässt sich gut mit dem Vršič und/oder dem Mangart zu einer sehr anspruchsvollen Runde mit bis zu ca. 105 km und 2700 Hm kombinieren. 

Unser nächstes Ziel war der Mangart Sattel. 

Info: Der Mangart-Sattel oder der Mangart-Pass ist ein Bergsattel in den Julischen Alpen im Nordwesten Sloweniens. Es hat eine Höhe von 2.072 Metern. Diese Mangart Passstraße führt durch eine Landschaft von bemerkenswerter Schönheit und bietet ein unvergessliches Erlebnis für alle, die Natur und Abenteuer lieben. Der Mangart Pass ist geprägt von zahlreichen Kurven und engen Kehren, die den Fahrer immer wieder herausfordern und zugleich verzaubern. Die weiten Geraden erlauben es, am Gasgriff zu drehen und die Aussicht von der Mangartstraße auf die umliegenden Berge und Täler in vollen Zügen zu genießen. 



Leider konnten wir den nicht bis ganz oben fahren, denn wir standen plötzlich vor einer Schranke, mit dem Hinweis "Gesperrt wegen Steinschlag", schade...
Also ging es wieder hinunter um erneut über den Vršič Pass zu fahren.

Noch einmal zur Erinnerung, der Vršič Pass ist jener, wo bei der Talfahrt alle Kehren gepflastert sind und so erreichten wir unsere Unterkunft so gegen 16h...

 
 
Abends ging es dann wieder zu Fuß ins Grillhaus, um einen kleinen Grillteller zu verspeisen... 🤣



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Tag 6von14, Mittwoch, 04.Sep - 2-Seen Tour & Burg Bled

Heutige Fahrstrecke: 180km / reine Fahrzeit: 04:00h  

Heute war der 2te Ruhetag in Kranjska Gora, naja wer uns kennt, der weiß das wir eigentlich keine Ruhetage einlegen. - So natürlich auch heute und es ging auf eine 2-Seen-Rundtour.

Das 1.Ziel was wir ansteuerten war der „Bleder See“. 

Info: Der Bleder See ist ein See in der slowenischen Region Oberkrain beim Kurort Bled am Fuße des Pokljuka-Hochplateaus. 
Der See liegt auf einer Höhe von 475 m. i. J.. Nach dem Ort erhielt der See seinen Namen.

Wieder ein schönes Fotomotiv, denn nicht nur das smaragdgrüne Wasser beeindruckt, sondern auch der Blick auf die kleine Insel mit der darauf befindlichen Kirche und im Hintergrund oben auf dem Berg die Blender Burg, einfach nur traumhaft. Ich hatte eigentlich vorgehabt mich mit dem Ruderboot rüberbringen zulassen und mir auch mal die Kirche von innen anzuschauen, leider legt der Fährmann erst bei einer Personenzahl von mind. 10 Personen und wann die erreicht wäre stand in den Sternen, denn ich war bis dahin der Einzige, schade und so ging es dann halt weiter. Der nächste Fotostopp war dann ach kurz danach am Bhf „Bled Jezero“. Bis hier war es wieder eine extrem kurvenreiche Strecke. 

Dann plötzlich aus dem Nichts wurde die Straße (SP911) zur bösen kurvenreichen Schotterstrecke und das für 18km 😟😳!!

👆  18km Schotterstrecke 😟       👆 ...und dann noch solche bekloppten Autofahrer, das wäre fast schief gegangen 😡

Jeder der das Fahrverhalten einer Street Glide kennt, weiß das dieses Motorrad nicht fürs Off-Road geschaffen ist und somit hat das meinen Pulsmächtig in die Höhe getrieben, aber es kam noch schlimmer....
Einen Herzinfarkt hatte ich fast bekommen, als ich, plötzlich im Augenwinkel einen Golf sah, der im nächsten Moment an mir vorbeipreschte und 
dass bei diesen schlechten Straßenverhältnissen, was für ein Vollpfosten!! 😡
Aber irgendwann waren auch die nervenaufreibenden 18km zu Ende und wir konnte wieder die Kurven auf asphaltierten Straßen genießen.


Der nächste Halt war dann am Friedensdenkmal auf dem Monte San Michele, welches auch gleichzeitig ein Aussichtsturm war, von dem man einen traumhaften Ausblick hatte.
Info: Das Friedensdenkmal befindet sich auf dem Berg San Michele und wurde zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet, insbesondere an die Kämpfe an der Isonzofront. Es ist ein markantes architektonisches Bauwerk, das in die Landschaft integriert ist und auch eine Gedenkstätte sowie ein Museum beherbergt. Der Monte San Michele war ein strategisch wichtiger Punkt während des Ersten Weltkriegs und Schauplatz heftiger Kämpfe.

Weiter ging es dann wieder über die Berge zum zweiten See, dem „Bohinjsko Jezero“. Auch wieder ein malerischer See. 

Info: Der Bohinjsko jezero ist ein See mit einer Fläche von 3,18 km² im Nordwesten Sloweniens. Er liegt auf einer Höhe von 525 m. i. J. im Gebiet der Gemeinde Bohinj und ist Teil des Triglav-Nationalparks. Der See ist ca. 4100 Meter lang, ca. 1200 Meter breit und bis zu 45 Meter tief.


 

Anschließend ging es dann wieder zurück nach „Kranjska Gora“, natürlich auf kurvenreicher, aber auch asphaltierten Strecken.
Abends ging es dann wieder zu Fuß ins Grillhaus.




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 Tag 7von14, Donnerstag, 05.Sep Kranjska Gora – Zavrc (Slo)

Heutige Fahrstrecke: 280km / reine Fahrzeit: 05:00h  

Es ist Halbzeit, nach ca. 2000km haben wir schon die 1.Reisewoche hinter uns gebracht und es ging wieder weiter zur nächsten Unterkunft Zavrc, in Slowenien, direkt an der kroatischen Grenze.
Unsere kurvige Route führte uns zwei Mal über die Grenze. Zuerst einmal über den Seebergsattel zur österreichischen Grenze und dann über den Paulitsch Sattel wieder zurück nach Slowenien. 

👆 Der Seebergsattel 👆

Info: Der Seebergsattel verbindet das österreichische Bundesland Kärnten mit der slowenischen Region Oberkrain. Die für den Fernverkehr unbedeutende Seeberg Straße auf österreichischer Seite führt durch Bad Eisenkappel hinauf zum Grenzübergang auf der 1215 m ü. A. gelegenen Passhöhe.

👆 Der Paulitschsattel 👆

Info: Der Paulitschsattel oder schlicht Paulitsch ist ein 1338 m ü. A. hoher Alpenpass an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien östlich des Seebergsattels. Er bildet die nordöstliche Begrenzung der Steiner Alpen gegenüber den Karawanken.

Unser heutiges Etappenziel erreichten wir nach ca. 280km. Die Unterkunft ist direkt beim Weinbauern und wenn man sich hier in der Gegend umschaut, dann sieht man Weinberge, soweit Auge reicht. Das Lustige ist aber ich stehe auf der Straße noch auf slowenischen Boden und die Weinberge hinter mir stehen schon in Kroatien.

Das Lustige ist aber ich stehe auf der Straße noch auf slowenischen Boden und die Weinberge hinter mir stehen schon in Kroatien.
Ansonsten gibt es von der heutigen Tour nicht viel zu berichten, bis auf die Passstraße gab es nichts aufregendes mehr....

Unterkunft: Turistična Kmetija Pungračič, Drenovec 7, 2283 Zavrč, Slowenien



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Tag 8von14, Freitag, 06.Sep - Zavrc (Slo) – Senec (Sk)

Heutige Fahrstrecke: 330km / reine Fahrzeit: 05:45h  

Der Tag begann heute morgen mal mit einem ungewohnten Bild, bedeckter Himmel mit Regenwolken.
In der Nacht hatte es bereits auch schon mal kräftig geregnet.

Noch mal ein kurzer Blick zum Sonnenaufgang nach Kroatien, bevor wir uns bei 16°C (Kälteschock) auf zur nächsten Unterkunft in die Slowakei machten.

 

Ich nenne unsere heutige Route mal die "Länder-Hopping-Tour", den wir haben 6x die Grenze passiert: 😲


von Slowenien nach Österreich, dann wieder nach Slowenien, anschließend zum 2ten Mal nach Österreich, danach nach Ungarn, erneut zum 3ten Male nach Österreich und ein letztes Mal in die Slowakei, unserer Ziel-Etappe.
Es war heute eine normale kurvige Tour, ohne Passstraßen. Bis zum Mittag hielten auch die kalten 16°C, bei bedecktem Himmel an und wir sind immer haarscharf am Regengebiet entlanggefahren. 🥶
Als wir das 2te Mal die Grenze zu Österreich passiert hatten, zeigte sich auch endlich wieder die Sonne und die Temperaturen stiegen wieder auf heiße 30°C. 🥵 Man beachte, ich bin das 2te Mal trocken durch Österreich gefahren, kannte es zuvor nur im Regen, tja Wunder geschehen manchmal... 😂

Als wir dann das 6te mal die Grenze überquerten, befanden wir uns nun endlich in der Slowakei. Auf unserer weiteren Strecke kamen wir auch an Bratislava vorbei und hier legten wir wieder einen Zwischenstopp beim Harley-Dealer ein, bevor es dann zu unserer heutigen Unterkunft ging.

Dort angekommen, gönnten wir uns erst einmal eine Abkühlung im Pool, boah war das nach den ganzen Strapazen, herrlich und erfrischend....

Abends ging es dann wieder ins Restaurant mit einheimischer Küche und beim kühlen Bier am Pool, ließen wir den heutigen Tag ausklingen...
 

Unterkunft: Villa Sipeky, Pezinská 25, 90301 Senec, Slowakei





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Tag 9von14, Samstag, 07.Sep - Senec (Sk) – Veľká Lomnica (Sk)

Heutige Fahrstrecke: 340km / reine Fahrzeit: 05:30h  

Nun sind wir in der Gegend angekommen, nach der unsere diesjährige Tour benannt wurde, die Hohe Tatra.
Unsere Unterkunft befand sich in Veľká Lomnica, am Fuße der Hohen Tatra und hier verbringen wir die nächsten drei Nächte. Zur Fahrt selber gibt es heute nicht viel Spektakuläres zu berichten. Die meiste Zeit sind wir auf normalen, kurvigen Landstraßen unterwegs gewesen. Ab und an ging es dann auf schmalen Bergstraßen dann etwas kurvenreicher zu und die Temperaturen lagen heute meistens um die 25°C, alles in Allem eine eher entspannte Tour von knapp 340km. Es war schon sehr imposant wie die Berge sich in der Ferne erhoben, dazu noch die dunklen Wolken, war schön anzuschauen.


Hier mal ein wenig Info über die Hohe Tatra:
Sie befindet sich zu zwei Dritteln auf slowakischem, zu einem Drittel auf polnischem Gebiet. Sie gehört zu den Karpaten und ist damit genau genommen nur ein Teilgebirge.
Schnell fällt der Vergleich, die Hohe Tatra sei eine Miniatur-Form der Alpen, denn die Panoramen ähneln sich mitunter sehr.
Der Hauptkamm der Hohen Tatra ist gerade mal 27 Kilometer lang, aber gespickt mit 24 Gipfeln, die höher als 2500 Meter sind. Weil es auf kompakten 340 Quadratkilometern derart alpin zugeht, ist die Hohe Tatra auch als „das kleinste Hochgebirge der Welt“ bekannt.
Höchster Gipfel der Hohen Tatra ist die Gerlsdorfer Spitze (Gerlachovský štít oder umgangssprachlich Gerlachovka) mit 2655 Metern. Der Berg beansprucht damit gleichzeitig mehrere andere Superlative: höchster Gipfel der Slowakei und des Karpaten-Gebirgskammes sowie höchster Gipfel Mitteleuropas östlich der Alpen.

Außerordentlich bekannt und beliebt außerdem: der pyramidenförmige, 2634 Meter hohe Lomnický štít (Lomnitzer Spitze (bzw. umgangssprachlich Lomničák) sowie der 2503 Meter hohe Rysy (Meeraugenspitze). Während mehrere besonders hohe Gipfel im slowakischen Teil der Hohen Tatra liegen, die heutige Grenze – anders als oft üblich – also nicht allzu genau entlang des Hauptkamms verläuft, ist der Rysy tatsächlich ein Grenzgipfel. Der eigentliche Hauptgipfel ist slowakisch, einer der zwei Nebengipfel markiert mit 2499 Metern den höchsten Punkt Polens. Der Rysy gilt als der überhaupt meist besuchte Berg der Hohen Tatra.

Einen weiteren Berg kennen alle vom Sehen, die je bewusst eine slowakische 1-, 2- oder 5-Cent-Münze in der Hand hatten: auf den Geldstücken ist der Kriváň (Krumm- oder Ochsenhorn mit 2494 m Höhe) abgebildet. Um den charaktervollen, auffälligen Gipfel ranken sich verschiedene Sagen und Legenden; er gilt als inoffizielles Nationalsymbol der Slowakei.


Am Abend gab es dann noch ein kleines Highlight, der Sonnenuntergang.....

 

Unterkunft: Penzión Víchrica,  33 Jilemnického, 059 52 Veľká Lomnica, Slowakei



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Tag 10von14, Sonntag, 08.Sep -
Tagestour in die Hohe Tatra

Heutige Fahrstrecke: 115km / reine Fahrzeit: 03:15h  

Heute stand Ruhetag auf dem Programm, naja wer mich kennt weiß geruht wird zu Hause und in diesem Sinne kam ich auf den glorreichen Vorschlag, dafür heute mal etwas weniger Moppedfahren und mehr auf Erkundigungstour zu gehen.
Bevor es aber losging, hieß es erst einmal frühstücken, mit einem anständigen Kaffee. –STOP– und nun hatten wir ein Problem, in der Unterkunft gibt es Kaffee nur türkisch, einfach nur eklig….

Zum Glück hatte heute, auf einen Sonntag, der benachbarte COOP-Laden auf und so musste wenigstens erst einmal ein löslicher Nescafé her, nicht der Burner, aber besser als nichts.

Danach ging es los, zuerst fuhren wir zur nahegelegenen Eishöhle Dobšinská. 

Info: Die Eishöhle Dobšinská ľadová jaskyňa liegt im Slowakischen Paradies – Slovenský raj und gehört mit ihrer Länge und Tiefe zu den größten Eishöhlen in Europa. Nirgendwo außerhalb des Alpengebietes findet man so viel Eis, das stellenweise über 25 m stark ist. Dank der Bedeutung und ihrer Einmaligkeit wurde die Eishöhle in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.

Der Eingang, auch „Eisloch“ genannt, befindet sich unter dem Berg Duča (1 141 m) auf der nördlichen Seite des Plateaus Hanesová und liegt 971 m über dem Meeresspiegel. Man erreicht ihn über Serpentinen mit einem Höhenunterschied von 130 m aus der Niederlassung Dobšinská ľadová Jaskyňa. Die Besichtigung führt über eine Route mit 43 m Höhenunterschied, 515 m Länge und dauert etwa 30 Minuten. Durch ihre Länge (1 232 m) und Tiefe (112 m) gehört sie zu den größten Eishöhlen Europas. Man findet sonst nirgendwo außerhalb des Alpengebiets über 110 tausend m3 Eis, das stellenweise über 25 m stark ist. Die größte Stärke erreicht das Eis im Großen Saal - Veľká sieň und zwar bis zu 26,5 m.
Unter den weltweit bekannten Eishöhlen liegt Dobšinská ľadová jaskyňa am tiefsten, was ihre Einmaligkeit unterstreicht. Das Eis hält sich dank der Höhlenform, die vom Eingang ab abfällt. Im unteren Teil hält sich kalte Luft, deren Temperatur auch im Sommer nicht über den Gefrierpunkt steigt.

Es hieß vom Parkplatz müssten wir dann noch ca. 1km laufen um zu der Eishöhle zu gelangen.

       👆 Tor zum National Park 👆                                 👆 Der mühselige 1,2km lange Aufstieg zur Eishöhle 👆

Kein Problem dachten wir uns und machten uns auf den Weg. Allerdings war dann die Stecke dann doch etwas anstrengend, denn es ging auf unbefestigten Wegen 13% bergauf, was in Mopped-Klamotten eine kleine Tortur war und so kamen wir selbst bei 24°C ganz schön ins Schwitzen. Das Frustrierteste war, erst mussten wir den Berg hinauf, um dann viele Stufen wieder hinunter in die Eishöhle zusteigen.

 
Dann ging es in die Höhle und die machte ihren Namen alle Ehre, bei ca. -2°C bekamen wirst erst einmal einen kleinen Kälteschock. Aber das alles hatte sich gelohnt, denn die Eishöhle war sehr schön und groß. Die Führung dauerte etwas über eine halbe Stunde und dann ging es bei heißen 24°C wieder den 1km langen Weg zurück.


Nach einem anstrengenden Rückweg zum Parkplatz, ging es weiter nach
 Starý Smokovec

Info: Starý Smokovec ist ein Ortsteil von Vysoké Tatry und liegt in 1010 m n.m. am südlichen Abhang der Slavkovský štít in der Hohen Tatra. Es ist die älteste Tatra Siedlung und seit 1999 der Verwaltungssitz der Stadt Vysoké Tatry.



Es gab hier noch wunderschöne alte Bauten zu bestaunen und von hier ging es dann mit der Schmalspurbahn noch etwas höher in die Berge der Hohen Tatra.

Oben angekommen ging es in eine Art Lichtschau-Museum, naja das war nicht so der Renner und dann beschlossen wir noch, uns die Wasserfälle vom Bach Studený potok anzuschauen.
Sie sind nur 850m entfernt, ja „NUR“ dachte ich mir auch, aber was mich dann erwartete, damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Gute zuerst, es ging 15% bergab…
Nun das Schlechte, es war ein Naturweg, der nur aus Findlingen bestand, damit erwies sich der Abstieg als äußerst mühselig und anstrengend, aber was ich mir in den Kopf gesetzt hatte, das wird auch in die Tat umgesetzt.


An den „Wasserfällen“ angekommen war ich schon etwas enttäuscht, denn unter Wasserfälle verstehe ich etwas anderes bzw. hatte ich schon ganz andere gesehen, für die sich dieser Abstieg wirklich gelohnt hätte…
Aber dieser hier, naja nun waren wir schon mal hier unten und es mussten dann wenigstens noch ein paar Fotos gemacht werden, denn die Aussicht von hier oben war schon schön…
Nun hieß es den ganzen beschwerlichen Weg wieder zurück, 15% bergauf, oh man ich kann euch sagen, ich war ganz schön fertig als ich endlich oben angekommen bin...

👆 Die ganze Strapaze für einem winzigen "Wasserfall", aber einer schönen Aussicht 👆


Danach brauchten wir erst einmal eine Verschnaufpause und was Kühles, bevor es mit der Schmalspurbahn wieder runter zu den Moppeds ging.
Anschließend ging es dann wieder zurück in unsere Unterkunft, erst einmal unter die Dusche und dann ins nächstgelegene Restaurant für’s Abendbier (welches wir uns heute redlich verdient hatten) und danach gab es zum Ausklang wieder einheimische Küche, mal schauen was uns der morgige Ruhetag so bringt….🧐



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Tag 11von14, Montag, 09.Sep - Tagestour  nach Starý Smokevec

Heute mal mit der Bahn unterwegs...  


Auch heute kam für mich kein Ruhetag in Frage und da für heute Regen angekündigt war, hatten wir die Moppeds mal stehen gelassen. 
Wir hatten uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Während Martin heute mal einen Ruhetag brauchte, sind Lars und meine Wenigkeit mal mit dem Zug auf Erkundigungsreise gegangen.


Dorfbahnhof „Studený Potok“
Also es ist schon ein Erlebnis hier in der Slowakei mit dem Landzug zu fahren. Erst einmal ging es zu Fuss zum nahegelegenen Dorfbahnhof „Studený Potok“. Dieser Bahnhof erinnerte mich sofort an den Film mit Liselotte Pulver „Ich denke oft an Piroschka“. Hier herrscht ein anderes Sicherheitskonzept: ungesicherte Gleisanlagen, frei überquerbar, selbst wenn der Zug einfährt. Enge, minimalistische Bahnsteige zwischen zwei Zügen, oje…






Von hier ging es erst einmal nach „Poprad“. Hier schlenderten wir erst einmal zur Eishockey-Arena um ein Foto zu schießen und dann ging es im Anschluss in die Fußgängerzone. Hier gönnten wir uns mal ein großes Eis und mal wieder einen anständigen Espresso, lecker. 
Da die Fußgängerzone von „Poprad“ schnell abgelaufen war, beschlossen wir mit dem Zug noch einmal nach „Starý Smokevec“ zu fahren, das ist der Ort wo wir gestern mit der Schmalspur losgefahren sind. Von "Poprad" nach „Starý Smokevec“ ging es im modernen Zug weiter.
Bahnstaion „Nový Smokovec“ 😳
Ausgestiegen sind wir leider eine Station später, in „Nový Smokovec“, wenn man das als Bahnstation bezeichne kann, denn der Bahnhof bestand eigentlich nur aus einer kleinen Hütte, aber egal, wir sind dann halt ein wenig zurückgelaufen und konnten uns so die Gegend mal ein wenig genauer anschauen und div. Fotos schießen. Wir hatten noch kurz überlegt vielleicht doch noch mit der Seilbahn auf den Gipfel zufahren, dafür war dann aber nun doch die Zeit zu knapp und die Gipfel waren auch wieder in den Wolken verschwunden.

Bahnhof „Starý Smokevec“

Also ging es mit dem Zug wieder zurück, dieses Mal sind wir aber von „Starý Smokevec“ abgefahren. Erst ging es wieder zurück nach „Poprad“ und dort mussten wir noch einmal umsteigen nach „Studený Potok“. Die Hinfahrt war in einem modernen Zug, aber die Rückfahrt nach „Studený Potok“ war schon etwas gewöhnungsbedürftig. 
Es war nur ein Triebwagen-Waggon der alten Baureihe, mit Gepäcknetzen und engen Sitzbänken. Der vollbesetzte Waggon ohne anständige Belüftung, hatte so div. Geruchsrichtungen inne, halt der Dorf-Bummel-Zug. 
Abends ging es dann wieder zu unserem gestrigen Restaurant, noch ein letztes Mal einheimische slowakische Küche genießen und so den Abend ausklingen zu lassen.

Unsere Moppeds hatten heute zwar Ruhetag, aber dafür sind wir 17500 Schritte gelaufen, aber ganz entspannt auf halbwegs normalen Wegen….

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Tag 12von14, Dienstag, 10.Sep -Veľká Lomnica (Sk) – Staré Těchanovice (CZ)

Heutige Fahrstrecke: 315km / reine Fahrzeit: 05:15h  

Heute ging es nun weiter in Richtung Heimat, allerdings war das heute so ein Tag, den man gerne aus dem Gedächtnis streichen möchte.
Es hatte ja seit gestern Abend durchgehend geregnet, das ist ja nicht so schlimm, denn nachts haben wir ja eh geschlafen und lt. Wetter-App sollte der Regen um 8:30h durchgezogen sein.
Schade nur das der Regen davon nichts wusste, denn wir sind gegen 10h im Regen gestartet und es hatte bis zur zweiten Grenzüberschreitung, erneut in die Slowakei, durchgeregnet.
Ach ja, Grenzüberschreitungen, davon hatten wir heute wieder 4 an der Zahl: Sk-Pl-Sk-Pl-CZ
In Polen hatten wir, trotz des Regens einen kurzen Fotostopp an der Skischanze in Zakopan eingelegt.
Von da aus ging es dann weiter in Richtung slowakischer Grenze. 


Kurz hinter der Grenze in der Slowakei hatten wir einen kurzen Stopp eingelegt und das war es dann. Als wir wieder weiterfahren wollten, ließ sich nämlich Martins Mopped nicht mehr starten. Meine Vermutung war, dass der Starterschalter defekt war. Also beim ÖADAC angerufen und einen Abschlepper bestellt, naja wie immer Wartezeit zwischen 60-90 Minuten. Nach 90 min meinte ich zu Martin er solle doch noch einmal dort anrufen, hoppla da ist bei denen wohl was schiefgegangen, also noch einmal 90min gewartet. 
Letzt endlich kam dann der Abschlepper nach 4 Stunden. 

In der Zwischenzeit, als wir auf den Abschleppwagen warteten, war die Familie, vor dessen Haus wir standen, so nett und hat uns Kaffee und etwas Gebäck an den Gartenzaun gebracht. Dadurch wurde die lange Wartezeit etwas angenehmer.

Als der Abschleppdienst endlich kam und wir wussten, dass Martin gut versorgt ist, hatten wir uns von ihm verabschiedet, denn ab hier endete für Martin unsere gemeinsame Reise. Gegen 16.30h machten wir uns dann zu zweit auf den Weg, zu unserer vorletzten Unterkunft. 


Wir hatten noch 240km vor uns, dabei mussten wir noch zweimal die Grenze überqueren und hatten deshalb beschlossen, die restliche Strecke zügig in einem Rutsch durchzufahren. Auf unserer Fahrt immer der Sonne entgegen, wurden wir dann auch noch mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt.


In der Abenddämmerung, so gegen 20:15h erreichten wir dann endlich die Unterkunft in CZ, unserem heutigen Etappenziel. Wir hatten es gerade noch rechtzeitig geschafft um jemanden anzutreffen. 

Nach der Frage nach etwas Essbaren, denn wir hatten ja seitdem Frühstück nichts mehr gegessen, wurde uns mitgeteilt das die Küche schon geschlossen hätte, aber sie könnten uns noch Zwiebelsuppe warm machen und 2 Bierchen hatten wir dann auch noch bekommen, super Service
So ist halt unser heutiges einheimisches Essen wortwörtlich ins Wasser gefallen.

Unterkunft: Davidův mlýn, Staré Těchanovice 46, 74901 Staré Těchanovice (CZ)


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Tag 13von14, Mittwoch, 11.Sep - Staré Těchanovice (CZ) – Harrachov (CZ)

Heutige Fahrstrecke: 300km / reine Fahrzeit: 05:20h  

Der heutige Tag begann wie er gestern endete, mit Sonnenschein und so machten wir uns auf den Weg nach Harrachov/CZ, zu unserer Letzten Unterkunft. Hier hatten wir uns im Hotel Skizentrum mit Halbpension einquartiert und wollten alle drei den letzten gemeinsamen Abend ausklingen lassen.

Daraus wurde nun ja leider nichts, Martins Mopped wurde mit einer neuen Batterie bestückt und siehe da, dann sprang sie auch wieder an und so konnte er dann wenigstens mit Mopped nach Hause fahren.
Wir waren heute wieder auf kurvenreiche Straßen unterwegs und sind die ganze Zeit sogar im Trockenen, aber bei kalten 16°C gefahren. Die Wetter-App hatte sich wieder geirrt, diesmal zu unserem Vorteil, denn wir bekamen immer wieder Wetterwarnmeldung, so ist das halt mit diesen Wetter-Apps. Wir können zum Mond fliegen, aber sind nicht mehr in der Lage das Wetter, für ein paar Stunden zuverlässig voraus zu sagen…
Aber uns konnte es nur recht sein und so sind wir trocken in Harrachov angekommen.

Apropos Harrachov, hier mal ein wenig Geschichte:

Info: Im 17. Jahrhundert als „Dörfl“ gegründet und für Glasherstellung bekannt, entwickelte sich zu einem der führenden tschechischen Wintersportzentren. Bereits 1908 wurden erste Skisprungschanzen am Teufelsberg (Čerťák) errichtet, und 1956 erhielt Harrachov eine der weltweit ersten Kunststoff-Skisprungschanzen, was den Ort als Zentrum für Sprunglauf und Skifliegen etablierte.
Wichtige Meilensteine in der Geschichte des Skicentrums Harrachov:
  • Anfänge (1908–1919): Gründung des deutschen Wintersportvereins (1908) und des tschechischen LTBK Nový Svět. Erste Schanzen am Sacherberg, ab 1919 Bau der ersten Schanze am Teufelsberg („Čerťák“).
  • Entwicklung zur Skiflug-Hochburg: In den 1950er Jahren Ausbau der Schanzenanlage. 1956 wurde die K40-Schanze als eine der ersten weltweit mit Kunststoffmatten ausgestattet.
  • Großschanzen & Weltmeisterschaften: Der Bau der großen Skiflugschanzen begann 1977 und wurde 1983 abgeschlossen. Der Ort war Schauplatz mehrerer Skiflug-Weltmeisterschaften.
  • Moderne Ära & Herausforderungen: Trotz der Tradition als Schauplatz von Skiflug-Weltcups bis 2014, erforderten die Anlagen später erhebliche Investitionen. Die kleineren Schanzen (K40, K70, K90) wurden durch Initiativen des Ski- und Tourismusvereins gerettet.
  • Historischer Kontext: Die Geschichte des Ortes ist neben dem Wintersport auch eng mit der Glasproduktion und dem früheren Bergbau verbunden.
Heute ist Harrachov vor allem für die Schanzen am Čerťák und als bekanntes Skigebiet im westlichen Riesengebirge nahe der polnischen Grenze bekannt.


Als wir am Hotel "Skizentrum" ankamen, wurden wir erst einmal von der riesigen Skisprungschanze erschlagen.

Die Auslaufzone endete genau am Parkplatz vom Hotel. Nach näherem Betrachten, ist uns aufgefallen, dass hinter dem Hotel noch zwei weitere Skisprungschanzen waren, die eine war sogar eine Skiflugschanze und hier wurden 1983 bis 2013, u.a. von Jens Weißflug, Schanzenrekorde gesprungen.

In unserem Hotel hatten damals die ganzen Skiathleten übernachtet und genauso sah das Hotel heute noch aus. Der typische DDR-Charme. Extrem hellhörige Wände (konnte Lars beim Telefonieren zu hören), aber das WIFI ist im Zimmer abgeschirmt und so musste ich mich wie früher in die Lobby setzen, um diesen Bericht zu schreiben.

Leider drohen hier die ganzen Skischanzen zu zerfallen, denn anscheinend werden sie nicht mehr benutzt, was schade ist….


Man kennt ja Skispringen-/fliegen aus dem Fernsehen. Aber es ist noch beeindruckender, wenn man live unten am Beginn der Auslaufzone steht, nach oben zum Schanzenturm schaut und sich dann vorstellt wie man da freiwillig runterspringen kann… - Klar, dass ich da ein paar Fotos schießen musste -
Eigentlich wollten wir noch einen ausgiebigen Bummel durch Harachov machen, haben aber nach kurzer Zeit kehrtgemacht. Hier gibt es außer Pensionen, Hotels, Restaurants und einem Skigeschäft nichts weiter zu sehen. Im Winter muss hier die Hölle los sein.
Also gingen wir wieder zurück zum Hotel-Restaurant, denn dort gab es leckeres Buffett.
Leider gab es keine tschechische Küche, schade da wir die gestern schon nicht hatten, nun sei´s drum…

Unterkunft: Harrachov 225, Harrachov, 51246, CZ

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Tag 14von14, Donnerstag, 12.Sep - Harrachov (CZ) – Berlin (D)

Heutige Fahrstrecke: 308km / reine Fahrzeit: 05:25h  

Heute hieß es nun die Heimreise antreten... 

Aber bevor wir uns auf den Weg machten, suchten wir erst einmal noch das Frühstück-Buffet auf. Auffällig bei dem Buffet war der "VÁNOČKA" Weihnachtskuchen und das im September 😟
Danach
machten wir uns bei kalten 4°C und strömenden Regen in Harrachov (CZ), auf den Weg. Wenn man bedenkt, dass ich nur eine Sommer-Mesh-Motorrad-Jacke & Jeans dabei hatte und dann noch „Oldschool“ mäßig ohne Griffheizung und „Muschitoaster“ (Sitzheizung) fahre, dann waren die 4°C ganz schön frisch. 

Aber wie heißt es so schön: - "Nur die Harten kommen in den Garten…" - 😂

Da Harrachov ja bekanntlich ein Skigebiet ist, liegt es in den Bergen und uns blieb nichts Anderes übrig, auch bei diesem Wetter die kurvenreiche Strecke zu fahren, leider fehlte dabei der Spaßfaktor, aber egal…. 😟
Der Regen hielt weiter an, erst als wir die Grenze zu Deutschland, in Görlitz, überquerten, hörte der Regen auf und die Temperaturen stiegen auch wieder an.

Gegen 16h erreichten wir unser letztes gemeinsames Etappenziel in Erkner. Nach 14 Tagen und ca. 3700km endete hier nun unsere Tour "Hohe Tatra". 😢 Ein letztes gemeinsames Abschlussfoto und Jeder fuhr in seine Richtung nach Hause.


Mal schauen wo es uns das nächste Mal hinzieht…
-Ende-


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Überquerte Grenzen:         Tschechien, Österreich, Italien, Slowenien, Slowakei, Polen, Deutschland

gefahrene Passstraßen: Passo Monte Croce (1636m), Passo San Antoni (1489m), Der Passo San Boldo (6 Tunnelkehren/706m), Passo di Tanamea (870 m), Passo del Predil, Pass Sedlo Ucja, Pass Sella Carnizza, Vršičpass (1611m), Mangart Sattel (2677m), Passo Predil (1156m), Seebergsattel (1215m), Paulitsch Sattel (1338m)

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Quellennachweise: Wikipedia, Google